Kungsleden 2019

Mit einer länge von 440 Kilometern ist der Kungsleden für mich eher einer der kürzeren Langstreckenwanderwege. Doch die Herausforderung ist deswegen nicht kleiner. Der Trail verläuft durch den hohen Norden Schwedens und verspricht während der Sommermonate keine Dunkelheit. Er zählt zu einem der beliebtesten Trails von Schweden und ist daher in der hoch Saison recht gut bewandert. 

Vorbereitung

Da ich quasi direkt aus den USA vom CDT komme, ist mein Rucksack quasi noch fertig gepackt und bedarf keiner großen Änderungen. Allerdings habe ich mir für diesen Trail etwas besonderes vorgenommen. Ich möchte nicht nur wandern. Deshalb habe ich mir mein erstes ultraleichtes Packraft gekauft und möchte einige Strecken paddeln und nicht laufen. Nach ein paar übungsrunden auf einem nahgelegenen Gewässer entschließe ich mich, es einfach noch oben auf meinen Rucksack zu schnallen. Mal sehen wie mir das extra Gewicht meiner ansonsten sehr leichten Ausrüstung schmecken wird.

Der Trail ist durch den Schwedischen Tourismus Verband (STF) sehr gut erschlossen und mit vielen bewirtschafteten und Nothütten ausgestattet. In den bewirtschafteten Hütten gibt es neben Betten und Saunen noch eine weitere Besonderheit. Es gibt dort kleine Shops in denen ich Essen kaufen kann. Somit ist es hier nicht nötig für mehr als 2-3 Tage Essen zu tragen was das Rucksackgewicht sehr erleichtern wird. Doch das Sortiment der Shops ist nicht unbedingt auf leichtes Essen ausgelegt. Sobald ich meine Resupply Strategie online hab gibts hier einen Link. Auf der Internetseite des STF kann man sich super über die Ausstattung der Hütten Informieren.

Jedoch habe ich nicht nur vor den Kungsleden zu wandern. Auf der Route liegt auch der Sarg Nationalpark. Dieser gilt als letzte Wildnis Europas und somit beschließe ich einen kleinen. Abstecher zu machen und einige Tage in diesem Naturparadies zu verbringen. Ich werde also doch mit ein bisschen mehr essen als geplant starten um mir für dieses extra Abenteuer einen Vorrat von leichtem Essen mitzunehmen. 

Auch für diesen Trail gibt es wunderbare Apps. Damit spare ich mir wie immer die Papierkarten. Diese Apps habe ich genutzt: Norrbottens Naturkarta und Swedish Mountain Maps. Beide nutze ich auf dem iPhone. Die Karten lassen sich bequem runter laden und dann offline mit dem GPS nutzen. Auch wenn ich feststellen musste, das es dort oben im Norden tatsächlich ein paar GPS Empfangslöcher gibt. Die Orientierung ist allerdings selbst ohne Karten oder Handy Problemlos möglich. Der Trail ist super gut markiert. Verlaufen ist da kaum möglich.

So und damit gehts ab auf den Trail!